Tagesgedanke vom Donnerstag, den 8. Oktober 2026
Warum flüchten so viele Menschen in Schwäche
Warum flüchten so viele Menschen in Schwäche, Sentimentalität und Gefühlsduselei? Anstatt zu reagieren, indem sie nachdenken, überlegen und nach Lösungen suchen, nehmen sie eine passive Haltung ein. Sie beklagen sich und tun alles, damit man sie bedauert: »Ah, ich verstehe, du bist ja so unglücklich!« Und dann weinen sie doppelt so viel. Sie sind wie Kinder. Ein Kind fällt hin, fängt an zu weinen, und wenn ihr zu ihm sagt: »Oh mein Schatz, du hast dir wehgetan, das ist schlimm«, dann wird sich sein Weinen verdoppeln. Sagt ihr ihm aber: »Sieh, das ist nicht schlimm, du hast nichts, du wirst weiterspielen«, so ist es vorbei, es wischt sich die Tränen ab und vergisst sein Wehwehchen sofort. Und wie viele Erwachsene sind wie diese Kinder! Wegen jeder Kleinigkeit fangen sie an zu weinen, und die anderen, unwissend wie sie sind und im Glauben, ihnen Gutes zu tun, fangen an, sie zu trösten. Was soll all das nun heißen? Man muss intelligent sein, wenn man den Menschen helfen will, sonst treibt man sie weiter in ihre Schwächen hinein.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov













