Tagesgedanke vom Donnerstag, den 1. Oktober 2026
Wenn Wissenschaftler ein Mineral
Wenn Wissenschaftler ein Mineral, eine Pflanze, ein Tier oder einen Menschen beschreiben, kann man ihnen nichts vorwerfen. Was sie sagen, ist wahr, aber es ist eine Teilwahrheit. Damit sie vollständig wäre, müssten sie ihr Studienobjekt wieder ins kosmische Leben, dem es angehört, einordnen. Stein, Pflanze, Tier und Mensch sind des Wesentlichen beraubt, wenn sie von diesem Leben abgetrennt sind. Solange die Forscher deshalb auf diesem Wege weitergehen, wird die sogenannte wissenschaftliche Wahrheit immer eine unvollkommene, verstümmelte Wahrheit sein. Versteht mich richtig, es geht nicht darum, den Wert und die Absicht der Wissenschaft in Zweifel zu ziehen. Das wirkliche Problem liegt woanders, in den Köpfen der Forscher, in ihrer Einstellung zum Leben und ihrer Unfähigkeit, die einzelnen Objekte ihrer Forschung mit der Gesamtheit des Lebens zu verbinden. Lebewesen und Dinge existieren nicht getrennt, sondern als Teil eines Ganzen, und diese Teile sind untereinander verbunden. Um eine Frucht, ein Blatt oder einen Zweig zu studieren, schneidet man sie ab, man isoliert sie. Nein, am Baum muss man die Frucht studieren, um zu verstehen, auf welche Weise sie der Sammelpunkt aller Kräfte ist, die im Universum kreisen.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov













