Tagesgedanke vom Samstag, den 10. Oktober 2026
Das Schlechte und das Gute sind derart miteinander verwoben
Das Schlechte und das Gute sind derart miteinander verwoben, dass man gründlich darüber nachdenken muss, bevor man sie trennen will. Jede vorzeitige Trennung ist ein Losreißen, ein Zerreißen. Die Kunst der Trennung ist das Schwierigste. Die Eingeweihten haben sich das Wissen um diese Kunst in der Natur angeeignet. Man kann eine Nuss nicht von ihrer Schale trennen, doch die Natur weiß, wie man das macht. Sie lässt die Frucht reifen, dann löst sich die Schale von selbst und fällt herunter. Diese Trennung ist das Zeichen der Reife. Das Kind ist im Bauch seiner Mutter festgemacht, man kann es nicht frühzeitig losreißen, sonst bedeutet das für beide den Tod. Man wartet, bis »die Frucht fällt«, und dann kann man die Verbindung zwischen Mutter und Kind durchtrennen. Die Eingeweihten, die die Natur beobachtet haben, sagen: »Eure Seele ist gefangen. Um sie zu befreien, muss man sie von der dichten Materie, die sie umgibt, trennen. Aber dazu müsst ihr warten, bis sie reif ist.« Der Herbst ist die beste Zeit, um über die wahre Befreiung nachzudenken.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov













