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Der Tod gehört zum Leben

Das Leben und der Tod sind nur Etappen auf unserem Weg zu Unendlichem
"Der Mensch kommt jedes Mal nur für sehr kurze Zeit auf die Erde, als Reisender, als Forscher: Er muss Wissen erwerben, dort einige Jahre arbeiten, dann geht er wieder. Ihr könnt daher vom Leben nur ein genaues, vollständiges Bild haben, wenn ihr lernt, das, was man den Tod nennt, mit einzubeziehen. Euer Leben ist nicht nur auf diese kurze Zeitspanne begrenzt, die ihr auf der Erde verbringt. Euer Leben ist sehr lang, unbegrenzt, es ist eine Aufeinanderfolge von Kommen und Gehen zwischen der Erde und der Welt des Jenseits."
Omraam Mikhaël Aïvanhov

Dem Licht entgegen   Einblick in die unsichtbare Welt
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Der Tod und das Leben im Jenseits
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Die Reinkarnation
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Ausschnitt aus einem frei gehaltenen Vortrag...

 


Ein neuer Himmel und eine neue Erde

Vortrag von Omraam Mikhaël Aïvanhov,
gehalten am 23. August 1967

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen…“ (Off 21,1)

 

Natürlich ist das symbolisch zu verstehen, und ich habe euch bereits erklärt, dass man diesen Satz nicht wörtlich nehmen darf, sonst würde das ein sehr schlechtes Licht auf den Herrn werfen und man könnte mit Recht sagen, Er sei weder weise noch allwissend. Er wäre dann nämlich nicht in der Lage gewesen, von Anfang an die besten Materialien für den Bau von Himmel und Erde auszuwählen, sodass diese Materialien nach einigen Millionen Jahren abgenutzt und verrostet sind und Er deshalb gezwungen ist, einen neuen Himmel und eine neue Erde zu erschaffen… und während das geschieht, stehen alle Bewohner draussen im Regen!

Nein, in Wirklichkeit betreffen dieser neue Himmel und diese neue Erde uns selbst, Gott erschafft sie in uns.

Der neue Himmel ist eine neue Mentalität, eine neue Philosophie, eine neue Art die Dinge zu sehen und zu verstehen. Und die neue Erde ist ein neues Verhalten, eine neue Art zu handeln.

So muss man den neuen Himmel und die neue Erde interpretieren. Sonst wäre das für den Herrn katastrophal, weil Er die Eigenschaften der Elemente die Er selbst geschaffen hat, nicht gekannt hätte und jetzt feststellen würde, dass sie alt, faulig und verschimmelt sind. Wenn man hingegen das Bild so interpretiert, wie ich das tue, bleibt der Herr unangetastet in Seiner unendlichen Grösse, Weite und Weisheit.

Warum ein neuer Himmel und eine neue Erde?

„Wenn man diesen Satz wörtlich nimmt, kann man sich fragen, ob Gott gezwungen ist, Seine Schöpfung neu zu beginnen und warum. Ist es, weil sie alt geworden ist? Ja, was die Erde betrifft könnte man notfalls einsehen, dass sie ein wenig gealtert ist, weil sie aus Material geschaffen ist, das oxydiert und sich zersetzt und mit der Zeit wäre es möglich, dass sie ersetzt werden müsste. Aber der Himmel, der grundsätzlich aus einer reinen, leuchtenden, unvergänglichen Materie besteht, wie kommt es, dass auch er gealtert sein soll? Ausserdem steht in der Genesis geschrieben, nachdem Er Himmel und Erde geschaffen hatte, „Gott sah an alles, was Er gemacht hatte und siehe, es war sehr gut.“ Wie kommt es, dass Er jetzt entdeckt, dass sie nicht mehr ganz in Ordnung sind und dass Er gezwungen ist, sie neu zu machen? Das spricht nicht gerade sehr zugunsten Seiner Vollkommenheit. Und wo sollen die Bewohner untergebracht werden, während man auf die Beendigung der Arbeiten wartet, all die Myriaden von Engeln und Erzengeln? Welche Unruhe, welch ein Durcheinander im Himmel! Das sind noch Sorgen für den Herrn… Nein, das wäre absurd, man muss den Text anders interpretieren.

Unter dem Wort „Himmel“ und „Erde“ muss man jeweils etwas anderes verstehen.

In der Symbolsprache steht der Himmel für den spirituellen Teil des Menschen, den Bereich des Denkens, der Pläne, und die Erde steht für den Bereich des Konkreten, der Verwirklichung in der Materie. Genauso wie im Kosmos der Himmel und die Erde eine Einheit darstellen, so stehen sie auch im Menschen in Verbindung. Ein „Neuer Himmel“ bedeutet neue Ideen, ein neues Verständnis, eine neue Wahrnehmung und Lebensanschauung, die eine „Neue Erde“ nach sich ziehen, das heisst neue Einstellungen, neue Verhaltensweisen und eine neue Art zu leben.

Der Kopf ist im Himmel und die Füsse sind auf der Erde.

 Die Füsse folgen dem Kopf nach, denn die Füsse gehen dorthin, wo der Kopf bereits bestimmte Pläne hat. Das Verhalten, das Benehmen und die Handlungsweise werden sich daher bei den Menschen ändern, aufgrund einer Veränderung des Kopfes, das heisst, aufgrund einer neuen Philosophie. Aber dieser neue Himmel, den Gott gerade erschafft, ist er wirklich so neu? Nein, er besteht seit ewigen Zeiten, aber für die Menschen wird er neu sein. Denn er ist da, aber sie sehen ihn nicht, und an dem Tag, an dem sie ihn entdecken, wird er neu sein… für sie! Ein neuer Himmel und eine Neue Erde… in Wirklichkeit weiss man nicht einmal, was das Wort „neu“ bedeutet. Nehmen wir einen Fluss, sein Name bleibt derselbe, ob Donau, Seine oder Themse, aber das Wasser, das in ihm strömt, ist es nicht immer neu? Und die Sonne genauso, sie ist jeden Tag dieselbe und doch immer neu, denn ihre Ausströmungen und Ausstrahlungen sind in jedem Augenblick verschieden. Das was neu ist, ist das Leben, der Inhalt. Wenn ihr fähig seid, genügend weit und genügend hoch hinaufzusteigen, über all das hinaus, was Behälter ist, um den Inhalt zu erfassen, das Leben, dann werdet ihr finden, dass alles ständig neu ist, der Himmel und die Erde.

Sonnen-Yoga (Surya-Yoga) - Band 10Die Himmlische Stadt - Kommentare zur Apokalypse


Ein Neuer Himmel und eine Neue Erde, das bedeutet, dass das Bewusstsein der Menschen sich bis zu einem Grad anheben wird, wo sie entdecken werden, was schon immer existiert hat, was sie aber noch nie wahrgenommen haben. Die Sonne ist schon immer da gewesen, aber die meisten sind sich dessen nicht bewusst. So lange sie sich nicht an ihr erfreuen, sie nicht hingebungsvoll betrachten, sie nicht als ein lebendiges, intelligentes Wesen empfinden, mit dem sie in Verbindung treten können, und so lange sie sich nicht wünschen ihr zu gleichen, so lange haben sie sie noch nicht entdeckt. Sie befinden sich noch im alten wurmstichigen und verschimmelten Himmel. Glaubt jetzt nicht, dass ihr auf kosmische Umwälzungen warten müsst, um den Neuen Himmel kennen zu lernen. Von heute könnt ihr ihn bewohnen.

Jedes Mal, wenn ihr reine Gedanken und Gefühle nährt, wenn ihr euch entschliesst für ein hohes Ideal zu arbeiten, seid ihr bereits in diesem Neuen Himmel, und dieser Neue Himmel zieht unweigerlich eine Neue Erde nach sich.

Denn wer eine erhabene Philosophie annimmt, musszwangsläufig sein Verhalten und seine Handlungsweise ändern. All die Methoden, die ihr hier gerade lernt, bezüglich Ernährung, Atmung, Arbeit, Kinderkriegen, Beziehungen zu Menschen und zum ganzen Universum, das ist die Neue Erde. Worauf wartet ihr also noch, um sie zu betreten?

Manchmal habe ich Lust, zum Herrn zu sagen: „Als Du daran gedacht hast, einen neuen Himmel und eine neue Erde zu bauen, warst Du Dir dabei über die menschliche Mentalität im Klaren? Was hast Du Dir dabei erhofft? Worauf hast Du gezählt? Schau nur, der neue Himmel ist unbewohnt, es gibt dort niemanden. Natürlich werde ich Ihm das nicht sagen, denn Er weiss was Er tut. Vielleicht will Er nur sehen, wie viele Leute den Neuen Himmel betreten und auf der neuen Erde gehen. Ich jedenfalls, ich sehe nicht sehr viele, und das ist beunruhigend. Nun, mit euch gibt es wenigstens einige wenige, die sich bemühen, in den Neuen Himmel zu gelangen, das heisst, die neue Philosophie anzunehmen und sie anzuwenden; und die Anwendung ist dann die Neue Erde… Ja, man muss das symbolisch verstehen, sonst wird alles unsinnig. Wie sollen wohl Himmel und Erde verschwinden, um einem anderen Himmel und einer anderen Erde Platz zu machen? Der Himmel bleibt was er ist, und die Erde auch (wenigstens, wenn die Menschen sie nicht selbst zerstören), aber die Art zu denken und die Art zu leben, die wird sich ändern.

Puisque le Seigneur est en train de créer un nouveau ciel et une nouvelle terre (c'est écrit dans la Bible), pourquoi n'y aurait-il pas une nouvelle religion? Nouvelle justement comme le ciel et la terre peuvent être nouveaux… »
Les extraits sont tirés de « Les splendeurs de Tiphéret » et « Approche de la Cité céleste » 

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