Tagesgedanke vom Montag, den 6. Juli 2026
Wer sich entschließt
Wer sich entschließt, die Erfahrungen der Vorfahren außer Acht zu lassen, beweist eine falsch verstandene Unabhängigkeit. Übrigens, ob man es weiß oder nicht, man kann sich diesen Tatsachen nicht entziehen. Was macht ein Schriftsteller, ein Dichter, ein Philosoph, ein Musiker oder ein Maler? Er lebt sein Leben, während er gleichzeitig ein Werk erschafft, das die Widerspiegelung seiner Erfahrungen sein kann. Er hinterlässt dann dieses Werk den Menschen, die sich davon nähren. Jahrhundert auf Jahrhundert hat sich nach und nach eine Erbschaft an Gedanken und Empfindungen angesammelt, die uns sozusagen in die Wiege gelegt wird. Wir sind also in Wirklichkeit überflutet vom Leben der anderen, ihren Gedanken, ihren Gefühlen, ihren Entdeckungen und ihrem Entzücken, aber auch ihren Irrtümern und ihren Ängsten. Also, von welcher Freiheit sprechen wir? Man kann sich Einflüssen nicht entziehen, aber man muss lernen, nur die besten aufzunehmen.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov













