Tagesgedanke vom Montag, den 16. März 2026

Die Aufgabe eines geistigen Meisters ist es

Die Aufgabe eines geistigen Meisters ist es, seinen Schülern das wahre Wissen zu geben, auch wenn er weiß, dass sie es noch nicht anwenden können. Er muss ihnen sagen, dass es eine bessere Auffassung der Dinge gibt, aber zugleich muss er geduldig und nachsichtig sein und ihre Unzulänglichkeiten akzeptieren. Ihr kennt aus den Evangelien das Gleichnis von einem Fest: Ein Mann gab ein großes Festmahl und lud viele Leute dazu ein. Als das Essen so weit war, schickte er seine Diener, um den geladenen Gästen zu sagen: »Kommt, denn es ist schon alles bereit«. Aber sie hatten alle nichts anderes im Sinn, als sich zu entschuldigen. Der Erste sagte: »Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich«. Ein anderer sagte: »Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, um sie zu prüfen. Bitte, entschuldige mich!« Wieder ein anderer sagte: »Ich habe eine Frau geheiratet; darum kann ich nicht kommen« (Lk 14,17-20). Die Entschuldigungen, die die Eingeladenen vorbrachten, um nicht am Fest teilzunehmen, gleichen den Vorwänden, die die meisten Schüler erfinden, um sich mit ihren materiellen Interessen und ihren Vergnügungen zu befassen, wobei sie den Herrn im Stich lassen.*

Omraam Mikhaël Aïvanhov

OMRAAM MIKHAËL AÏVANHOV
Sonnenworte

Die universelle Botschaft von Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 – 1986) ist in die Reihe der grossen Weisheitslehren der Menschheitsgeschichte einzuordnen. In seiner Philosophie erläutert er die grossen Lebensgesetze und vermittelt zahlreiche Methoden und Anwendungsmöglichkeiten, die zu einem besseren Selbstverständnis des Menschen beitragen.

„Ich möchte euch durch meine Lehre ein grundlegendes Verständnis des Menschen vermitteln: darüber, wie er gebaut ist, über seine Beziehungen zur Natur, über den Austausch, den er mit dem Universum halten muss, um an der Quelle des göttlichen Lebens trinken zu können…“

 


 
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