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Tagesgedanke vom Mittwoch, den 9. Februar 2000

Im Unterschied zur menschlichen Gerechtigkeit beurteilt die …

Im Unterschied zur menschlichen Gerechtigkeit beurteilt die göttliche Gerechtigkeit nicht allein die Taten, sondern auch die Gedanken, die Gefühle und die Absichten. Ihr habt jemandem bewusst schlechte Ratschläge gegeben, habt ihn zur Auflehnung gedrängt, zur Verzweiflung gebracht, welcher Gerichtshof auf Erden kann euch für ein solches Verhalten verurteilen? Keiner, denn materiell und objektiv gesehen, kann man euch nichts vorwerfen. Wenn dieser Mensch zum Richter geht und sagt: »Sehen Sie, in welche Verzweiflung diese Person mich gestürzt hat«, wird der Richter ihm antworten, dass sein Fall im Gesetzbuch nicht vorgesehen ist und er daher nichts für ihn tun kann. Wie viele Leute wissen genau, dass kein Gericht sie für ihre schlechten Gedanken, schlechten Gefühle, schlechten Absichten und verlogenen Worte verurteilen kann und sind daher hinterlistig genug, um im Bereich der Taten makellos zu bleiben und somit nicht erwischt zu werden. Es gibt Tausende von Arten Böses zu tun, ohne in die Fänge der menschlichen Gerechtigkeit zu geraten. Aber der göttlichen Gerechtigkeit entkommt man nicht.

Omraam Mikhaël Aïvanhov




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