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Tagesgedanke vom Montag, den 9. Februar 2015

Selbst wenn es lange Studien und große Anstrengungen …

Selbst wenn es lange Studien und große Anstrengungen erfordert, ist es doch nicht sehr schwierig, in Bereichen zu arbeiten, in denen man mit den physischen Sinnesorganen sehen, hören, berühren, kosten und riechen kann. Auf der spirituellen Ebene zu sehen, zu hören, zu kosten, zu berühren und zu riechen, ist deutlich schwieriger. Die Menschen empfinden ihre innere Welt als einen Raum, für den sie keine Anhaltspunkte haben, als Leere, in die sie Angst haben sich hineinzuwagen. Darum klammern sie sich an die Gegenstände und Verwirklichungen der materiellen Welt. Aber Angst zu haben, führt zu nichts. Man muss forschen, die Gesetze erkennen, sich üben und sich danach, symbolisch gesprochen, ins Leere stürzen, mit der Gewissheit, dass man sich darin weder verlieren noch herunterfallen kann. Im spirituellen Leben gibt es keine Leere. Nur unsere noch unerforschte, innere Welt scheint leer zu sein. Aber je mehr man diese Leere zu erforschen beginnt, desto mehr entdeckt man die Fülle. Ja, und die einzige Leere, die den Menschen wirklich bedroht, ist die, in die er so lange unweigerlich fällt, wie er glaubt, dass die physische Welt alle seine Bedürfnisse und Sehnsüchte erfüllen könnte.

Omraam Mikhaël Aïvanhov




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