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Tagesgedanke vom Donnerstag, den 17. Januar 2008

Entgegen einer weitverbreiteten Meinung muss man etwas …

Entgegen einer weitverbreiteten Meinung muss man etwas geben, um etwas zu bekommen. Es stimmt, dass man nichts geben kann, wenn man nicht bereits etwas besitzt und dass man nichts besitzen kann, wenn man nichts bekommen hat. Die Frage ist jedoch, zu wissen woher und von wem man etwas bekommt. Nun ist es so, dass die meisten Menschen, anstatt das, was sie brauchen, in der spirituellen Welt zu schöpfen, es bei anderen Menschen holen und ihnen auf diese Weise nach und nach alles, was sie haben, wegnehmen: nicht nur ihr Geld und ihren Besitz, sondern auch ihre Kräfte, ihre Ideen, ihre Gefühle… Man kann sogar sagen, dass die Verliebten die größten Diebe sind, die es gibt! Und da es überall, in der Poesie, in Romanen, im Theater und im Kino nur um Liebesgeschichten geht, haben wir hier lauter Geschichten von Dieben. Aber ja, es geht darum, wem es gelingt, das Herz, die Aufmerksamkeit und die Zeit des anderen zu stehlen. Beobachtet, denkt nach, dann werdet ihr feststellen, dass man überall, auf der psychischen wie auf der physischen Ebene, nur Diebstähle sieht.

Omraam Mikhaël Aïvanhov




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