Tagesgedanke vom Sonntag, den 11. Oktober 2015

Die Worte »Leben« und »Tod« lassen die Menschen spontan an …

Die Worte »Leben« und »Tod« lassen die Menschen spontan an das physische Leben und den physischen Tod denken, obwohl sie in Wirklichkeit nur sehr begrenzte Aspekte dieser beiden Zustände darstellen. Und wenngleich alle wissen, was Leben und Tod auf der physischen Ebene bedeuten, ist ihnen dies für die psychischen Ebenen nicht so klar. Sie wissen nicht, wann sie tot und wann sie lebendig sind. Auf der psychischen und geistigen Ebene macht uns der Verzicht auf die niederen Offenbarungsformen des Lebens immer lebendiger. Andernfalls ist das, was wir Leben nennen, in Wirklichkeit der Tod. Natürlich kann man sagen, man sei noch immer am Leben, egal ob man Gutes oder Schlechtes bewirkt. Genauso kann man aber auch sagen, man sterbe unablässig, denn wenn man nicht für die Dummheit »gestorben« ist, stirbt man für die Weisheit, wenn man nicht für den Hass »gestorben« ist, stirbt man für die Liebe. Man kann dies nennen wie man will, das Leben und der Tod gehen miteinander einher. Unser ganzes Leben lang müssen wir die Wahl treffen zwischen dem Leben und dem Tod, zwischen einer Form des Lebens und einer Form des Todes. Und das, was die einen Tod nennen, nennen andere Leben.

Omraam Mikhaël Aïvanhov

OMRAAM MIKHAËL AÏVANHOV
Sonnenworte

Die universelle Botschaft von Omraam Mikhaël Aïvanhov (1900 – 1986) ist in die Reihe der grossen Weisheitslehren der Menschheitsgeschichte einzuordnen. In seiner Philosophie erläutert er die grossen Lebensgesetze und vermittelt zahlreiche Methoden und Anwendungsmöglichkeiten, die zu einem besseren Selbstverständnis des Menschen beitragen.

„Ich möchte euch durch meine Lehre ein grundlegendes Verständnis des Menschen vermitteln: darüber, wie er gebaut ist, über seine Beziehungen zur Natur, über den Austausch, den er mit dem Universum halten muss, um an der Quelle des göttlichen Lebens trinken zu können…“

 


 
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