Tagesgedanke vom Sonntag, den 11. Oktober 2015
Die Worte »Leben« und »Tod« lassen die Menschen spontan an …
Die Worte »Leben« und »Tod« lassen die Menschen spontan an das physische Leben und den physischen Tod denken, obwohl sie in Wirklichkeit nur sehr begrenzte Aspekte dieser beiden Zustände darstellen. Und wenngleich alle wissen, was Leben und Tod auf der physischen Ebene bedeuten, ist ihnen dies für die psychischen Ebenen nicht so klar. Sie wissen nicht, wann sie tot und wann sie lebendig sind. Auf der psychischen und geistigen Ebene macht uns der Verzicht auf die niederen Offenbarungsformen des Lebens immer lebendiger. Andernfalls ist das, was wir Leben nennen, in Wirklichkeit der Tod. Natürlich kann man sagen, man sei noch immer am Leben, egal ob man Gutes oder Schlechtes bewirkt. Genauso kann man aber auch sagen, man sterbe unablässig, denn wenn man nicht für die Dummheit »gestorben« ist, stirbt man für die Weisheit, wenn man nicht für den Hass »gestorben« ist, stirbt man für die Liebe. Man kann dies nennen wie man will, das Leben und der Tod gehen miteinander einher. Unser ganzes Leben lang müssen wir die Wahl treffen zwischen dem Leben und dem Tod, zwischen einer Form des Lebens und einer Form des Todes. Und das, was die einen Tod nennen, nennen andere Leben.
Omraam Mikhaël Aïvanhov













