Tagesgedanke vom Dienstag, den 9. Juni 2026
Ein Mensch liegt da
Ein Mensch liegt da, ausgestreckt auf dem Boden. Ihr seht ihn, ihr könnt ihn sogar berühren. Aber er ist tot, etwas Unsichtbares hat ihn verlassen, dieses »Etwas«, was ihn laufen, lieben, sprechen und denken ließ. Ihr könnt sämtliche Nahrung und alle Schätze der Welt neben ihn stellen und ihm sagen: »All das ist für dich, mein Guter, freue dich!« Nichts zu machen, er rührt sich nicht. Nun, wie kann man dann die Existenz einer unsichtbaren Welt in Frage stellen? Die sichtbare Welt – hier der Körper – ist nichts, wenn sie nicht von der unsichtbaren Welt belebt und gestützt wird. Hinter dem Sichtbaren muss man immer das Unsichtbare suchen. Wenn die Welt für uns existiert, wenn wir den Himmel und die Sonne sehen können, so dank dieses unsichtbaren Prinzips in uns, das uns ermöglicht, sie durch diese sichtbaren Instrumente – unsere Augen – zu entdecken. Wenn dieses unsichtbare Prinzip nicht da wäre, würden unsere Augen, obwohl sie vorhanden sind, uns nichts nützen, wir würden nichts sehen. Die sichtbare Welt ist nur die Hülle für die unsichtbare Welt, ohne die wir nichts von all dem erkennen würden, was um uns herum existiert.*
Omraam Mikhaël Aïvanhov













