Tagesgedanke vom Dienstag, den 29. April 2008
Der Spiritualist darf die Materie nicht verachten, sondern …
Der Spiritualist darf die Materie nicht verachten, sondern er soll in sie herabsteigen, um sie zu beleben und zu organisieren. Und mit »Materie« ist hier auch der physische Körper gemeint. Wenn wir ihn vernachlässigen, unter dem Vorwand, uns den edlen Funktionen des Verstandes, des Geistes zu widmen, wird es auch mit diesen Funktionen schließlich bergab gehen. Man darf den physischen Körper nicht in den Zustand eines verlassenen Hauses bringen, das am Ende nur noch von Insekten und Nachtvögeln bewohnt wird. Sein Besitzer muss sich im Gegenteil oft darum kümmern, ihn zu säubern, zu beleben und instandzuhalten. Wenn man mit dieser Absicht in die Materie herabsteigt, ist dies niemals ein Absturz. Man muss eben gerade Abstieg und Absturz gut voneinander unterscheiden lernen. In die Materie herabsteigen ist eine Sache, in sie herabstürzen eine andere. Wir müssen in die Materie herabsteigen mit der Absicht, sie zu beleben und zu erleuchten, damit aus unserem Körper die Wohnstätte des lebendigen Gottes werde.
Omraam Mikhaël Aïvanhov













