Tagesgedanke vom Montag, den 4. Oktober 2010
Jemanden, der sich vor den Mächtigen dieser Welt …
Jemanden, der sich vor den Mächtigen dieser Welt unterwürfig zeigt, weil er sich im Vergleich zu ihnen armselig, schwach und bedürftig fühlt, bezeichnet man im Allgemeinen als demütig. Aber man ist entrüstet über jemanden, der das Gebot von Jesus »Seid vollkommen wie euer Himmlischer Vater vollkommen ist« umsetzen will oder der für das Reich Gottes auf Erden arbeiten möchte. Da sagt man dann: »Was für ein Hochmut! Für wen hält er sich eigentlich? « Nun, in beiden Fällen liegt ein Irrtum vor. Ein Mensch ist nicht deswegen demütig, weil er vor den Reichen und Mächtigen in die Knie geht; gebt ihm eine große Summe Geld oder eine gehobene Stellung, dann werdet ihr sehen, ob er demütig ist! Und wenn er plötzlich eine schwierige Prüfung zu bestehen hat, wird man auch erkennen, ob er vor dem Herrn demütig ist! Wie viele Menschen lehnen sich bei den kleinsten Schwierigkeiten gegen Gott auf oder leugnen sogar Seine Existenz! Die wahre Demut verneigt sich nicht vor der Macht oder dem Geld, sondern liegt in der Fähigkeit, wie Jesus im Garten von Gethsemane zu sagen: »Herr, Dein Wille geschehe, nicht meiner.«
Omraam Mikhaël Aïvanhov













