Tagesgedanke vom Sonntag, den 18. Februar 2001
Selbst unter denen, die vorgeben, Spiritualisten zu sein, …
Selbst unter denen, die vorgeben, Spiritualisten zu sein, haben viele dem spirituellen Leben nicht wirklich den Vorrang gegeben. Sie sind wie Kinder, die sich ständig vom Schauspiel der Gesellschaft, der Ereignisse, der Leute beeindrucken lassen, völlig überwältigt davor stehen bleiben, und alles andere vergessen. Warum? Weil sie noch nicht genügend Erfahrungen gemacht haben, um zu sehen und zu spüren, was die derartig außergewöhnliche Welt des inneren Lebens enthält. Und da sie diese Erfahrungen nicht gemacht haben, die Freuden des Geistes noch nicht gekostet haben, sagen sie sich, wenn sie die anderen sehen: "In welchem Komfort, mit welcher Unbeschwertheit sie leben! Alles ist so viel leichter für sie! Ich hingegen, wonach sehe ich schon aus mit meiner armseligen Spiritualität? Ach! Wenn ich nur so sein könnte wie sie!" Ist es ihnen aber einmal gelungen, Empfindungen von wahrhaft höherer, göttlicher Natur zu kosten, wird keine äußere Erscheinung, keine Illusion sie mehr blenden noch sie in ihrem spirituellen Aufstieg aufhalten können.
Omraam Mikhaël Aïvanhov













